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Ehrenamtler sind versichert in Berlin

Welcher Versicherungsschutz soll bürgerschaftlich Engagierte auffangen?

Viele bürgerschaftlich Engagierte sind bereits gesetzlich unfallversichert und über ihren Träger oder die Behörde, für die sie tätig sind, haftpflichtversichert. Damit sich auch bürgerschaftlich Engagierte in Nachbarschaftshilfen, Selbsthilfegruppen oder in kleinen, rechtlich unselbständigen Bürgerinitiativen der solidarischen Unterstützung in Schadensfällen sicher sein können, hat der Berliner Senat eine pauschale Haftpflicht- und eine pauschale Unfall-Sammelversicherung mit der Zürich Versicherung AG abgeschlossen. Als Auffanglösung gelten diese Verträge nachrangig: Leistungen werden nur erbracht, soweit das Haftpflicht- oder Unfallrisiko nicht anderweitig abgesichert ist. Initiativen, Gruppen oder Projekte müssen sich dazu nicht gesondert anmelden. Die Kosten der Sammelversicherungen trägt das Land Berlin als Dank an alle Berlinerinnen und Berliner, die sich in ihrer Freizeit für unsere Gesellschaft engagieren, und zur Ermutigung für weiteren selbstlosen ehrenamtlichen Einsatz.

Für wen gelten die Sammel-Versicherungen des Landes Berlin?

Über die Sammelverträge des Landes Berlin sind ehrenamtlich Engagierte, die in Berlin freiwillig tätig sind oder deren Engagement von Berlin ausgeht (z. B. bei Exkursionen, die Landesgrenzen überschreitende Veranstaltungen, Aktionen, usw.) haftpflicht- und unfallversichert. Eine Aufwandsentschädigung beeinflusst den Versicherungsschutz nicht. Nicht ehrenamtlich engagierte Teilnehmende an Veranstaltungen oder Aktivitäten, die von Ehrenamtlichen ausgerichtet werden, sind vom Versicherungsschutz nicht erfasst.

Die H a f t p f l i c h t-Sammelversicherung des Landes Berlin gilt für freiwillige Tätigkeiten in rechtlich u n s e l b s t ä n d i g e n Strukturen (Initiativen, Interessengemeinschaften, Projekten). Die Versicherung gilt nachrangig, d. h. soweit das Haftpflichtrisiko von Ehrenamtlichen nicht bereits anderweitig abgesichert ist. Sie ersetzt nicht die Betriebs- bzw. Vereinshaftpflichtversicherung. Das Land Berlin sieht die rechtlich selbständigen Organisationen auch weiterhin in der Verantwortung, für den Versicherungsschutz ihrer Aktiven eigenständig zu sorgen. Wer in einem Verein ein verantwortliches Ehrenamt übernehmen möchte, sollte sich vorher vergewissern, dass dieses über den Verein haftpflichtversichert ist, weil man sich im Fall des Falles nicht auf Unwissenheit berufen kann.

Aus der U n f a l l-Sammelversicherung des Landes Berlin besteht auch für Ehrenamtliche in rechtlich s e l b s t ä n d i g e n Trägerstrukturen subsidiärer Versicherungsschutz. Das heißt, dieser tritt ein, soweit für Ehrenamtliche weder gesetzlicher Unfallversicherungsschutz besteht noch von der Trägerorganisation für sie eine private Unfallversicherung abgeschlossen wurde. Sollten die Leistungen aus dem abgeschlossenen Vertrag geringer sein als die des Sammelversicherungsvertrages Berlins, so wird die Differenz aus diesem Vertrag ausgeglichen. Rentenleistungen und Unfall-Invalidität werden dabei in eine einmalige Kapitalleistung umgerechnet.

Die Versicherung gilt auch für Unfälle, die auf dem direkten Wege von und zu den Stätten der Betätigung, Veranstaltung usw. eintreten.

Weitere Informationen über den Umfang der Sammel-Versicherungen und den Personenkreis, für den sie gelten, sind in einem Faltblatt zusammengefasst, das Sie sich hier herunterladen können.
Wofür gelten die Sammel-Versicherungen des Landes Berlin nicht?

Versichert ist man nur, wenn man sich in der Freizeit für andere einbringt und ihnen hilft. Das ist z. B. in einem Sportverein der Fall, wenn man ehrenamtlich Jugendliche trainiert. Treibt man nur selbst Sport, ist dies eine unversicherte Vereinsaktivität.

Von den Sammelversicherungen nicht erfasst sind

Arbeitnehmer, Praktikanten, Aushilfen
Die Vereinigung, für die die Tätigkeit erbracht wird.
Betreute
Besucher von Veranstaltungen, die nicht selbst ehrenamtlich/freiwillig engagiert sind.
Ehrenamtliche, für die das hier versicherte Haftpflicht- oder Unfallrisiko bereits anderweitig abgesichert ist (nachrangige Geltung der Sammelversicherungen)
Gefälligkeitshandlungen (z. B. Einkaufen für die kranke Nachbarin)
familiäre Hilfen (z. B. Pflege eines Familienangehörigen)

Was ist im Schadensfall zu tun?

Im Schadensfall oder mit Fragen zum Versicherungsschutz können Sie sich direkt an den betreuenden Versicherungsdienst wenden:

ECCLESIA Versicherungsdienst GmbH
Klingenbergstraße 4
32758 Detmold
Tel.: 05231 603-6112 oder -0
Fax: 05231 603-197
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www.ecclesia.de

Ein Schadensfall ist schriftlich mit einer genauen Darstellung der ehrenamtlichen Tätigkeit zu melden.
Formulare zur Schadenanzeige zum Download befinden sich am Ende dieser Internetseite.

Weitere Kontaktmöglichkeit:
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
- II A 43 -
Thomas Wietschorek
(030) 9028-2292
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Quelle: www.berlin.de




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